Liebe lieber elitär
November 2nd, 2011 § Hinterlasse einen Kommentar
Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Liebe Lieber Elitär. In unserer letzten Folge sind liebeshungrige Lustmolche und schwerfällige Schmalzbegierige, überforderte Fünffachmütter und posttraumatische Psychologen aufeinander getroffen. Sie alle suchen nach dem großen Glück, nach der großen Liebe und wir sind mit dabei, um ihnen dabei unter die Arme zu greifen. In der heutigen Folge begleiten wir ein Paar, dem zum Glück nur die Liebe fehlt, und die könnte schon bald in Erfüllung gehen.
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Fremdwort
November 2nd, 2011 § Hinterlasse einen Kommentar
Er schwitzt. Vielleicht bemerken das die anderen nicht, so hofft Bernd, aber er selbst merkt es. Er schwitzt, und bald werden sich auf seinem Gesicht kleine Tröpfchen bilden und dann hinunter kullern, vielleicht bleibt eines auf seiner Nasenspitze hängen, das wäre furchtbar. Schon bei den einfachen Fragen fing das an.
Was steuern Verliebte oft an? A: Kinderstadt B: Steuerbahnhof. C: Ehehafen. D: Scheidungsweg.
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Ertappt
November 2nd, 2011 § Hinterlasse einen Kommentar
„Ist das schön! Ist das nicht schön?“
Er nickt.
„Ja, das ist schön.“
„Und das Essen? Hat es dir geschmeckt?“
„Sehr gut.“
Sie lächelt zufrieden und läuft in die Küche, um Kerzen zu holen. So schön ist es, da müssen ja Kerzen auf den Tisch. Er war ja etwas abwesend in letzter Zeit, sie hatte sich schon Sorgen gemacht. Immer später kam er nachhause, das kam ihr schon verdächtig vor. Man hört ja so einiges. Von Inge zum Beispiel.
„Hast du schon gehört?“
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Starting a religion
November 1st, 2011 § Hinterlasse einen Kommentar
Glaube scheint zu den Bedürfnissen der menschlichen Spezies zu gehören. Menschen glauben an die Wissenschaft, an Geld, an Außerirdische, Wunder und Engel. Sie glauben anderen Menschen, die ihnen erzählen, sie seien Propheten und hätten in der Jauchegrube hinter dem Haus die neuen Gebote gefunden. Mit dem Bedürfnis der Menschen nach Glauben, lässt sich nebenbei ein hübsches Sümmchen verdienen. Hier einige Tipps zur Gründung einer neuen Religion:
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Quid pro Quote
Februar 18th, 2011 § Hinterlasse einen Kommentar
„…Da hab’ ich was Eigenes!
Da hab’ ich mein Jodeldiplom.…“
Ich, Frau, hab es verdödelt. Das Thema ist es ja in den Zeiten heutiger Kommunikationseile alter Käse. Andererseits – alter Käse war es ja schon vorher. Außerdem lasse ich mir als Frau doch das Jodeln nicht verbieten! Es heißt ja immer noch: Kinder und Fische haben keine Stimme. Zumindest da, wo ich herkomme.
Frauen also. Genauer: Frauen in Führungspositionen. Gibt es. Meine Tante Regine zum Beispiel hatte schon immer die Führung in ihrem Haus. „Lass das“, sagte sie ihrem Mann immerzu. „Mach dieses“, „Mach jenes“ und „Was machst du denn da?!“. Ach so, nicht im Haushalt? Wie, der gilt immer noch nicht als Arbeitsplatz? Ach, nur für die Hausfrau im eigenen Haus nicht? Wenn eine fremde Person in meinem Haus kocht, putzt, die Kinder erzieht und einkauft, dann ist es etwas anderes, dann ist es Arbeit, ach so. Na ja, zumindest ist das Schlafzimmer kein Arbeitsplatz, das gehört ganz mir. Ach, es ist ein Arbeitsplatz? Da geht jemand für Geld meinen ehelichen Pflichten nach? Hmm…
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Tomaten auf den Ohren
Februar 3rd, 2011 § Hinterlasse einen Kommentar
Seit geraumer Zeit passiert es mir, dass ich vor dem Gemüsefach stehe und überlege, welche Tomaten ich kaufen soll. Die Auswahl fällt schwer. Nehme ich die, die nach nichts ausehen für 2.29 das halbe Kilo oder die, die nach was aussehen für 2.49 das Viertelkilo? Vielleicht dann doch keine Tomaten? Oder eben Tomaten für die Ohren, denn im Gegensatz zu Tomaten, die laut dem Statistischen Bundesamt innerhalb des letzten Jahres um 50% im Preis gestiegen sind, sind Hörbücher um 20% billiger geworden. Juhu!
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Manierlich
Februar 1st, 2011 § Hinterlasse einen Kommentar
Es gibt so Tage, da hat man das Gefühl, die Welt geht vor die Hunde. Die Jugend pöbelt nicht mehr nur, sondEs gibt so Tage, da hat man das Gefühl, die Welt geht vor die Hunde. Die Jugend pöbelt nicht mehr nur, sondern schlägt zu, Mädchen laufen herum wie kleine Nutten und auf offener Strasse wird stolz Alkohol konsumiert, längst nicht mehr nur von eingepissten Pennern. Doch horch! Gerade in Situationen, die es ermöglichen würden, seine Wut herauszuschreien oder die gute alte Ohrfeige zu verteilen, schrecken wir zurück.Wir sind nicht Ohr, sondern nur noch feige.
Jemand tritt mir auf den Fuß, genauer auf den schlimmen Zeh, und der Schmerz durchzuckt mich wie ein Blitz. Und den Blitz schicke ich weiter an jenen gefühlten Tausendtonner, der sogleich „Entschuldigung“ murmelt. Dabei ist in seinem Gesicht nirgendwo ein Schuldgefühl zu entdecken, nirgends ein Hauch von Reue. Ich könnte meinen Zeh, ja, den ganzen Fuß verlieren, ich sollte mir seinen Namen notieren, auf dass er meine Krankenhausrechnung bezahle, ich könnte ihm einen linken Haken verpassen, Auge um Auge, Zeh um Zahn. Doch was mache ich? Mit zusammengebissenen Zähnen lächle ich ihn irre an und sage: Macht nichts.
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